Bierce, Ambrose: Die Luftspiegelung

Wenn es in der Literatur eine »Furie des Verschwindens« gab, dann war dies AMBROSE BIERCE. Amerikanische Viten versehen sein Todesjahr 1914 mit einem Fragezeichen und weisen ihn so als Verschollenen aus. Sein letztes Lebenszeichen gab Ambrose Bierce in einem Brief vom 26.12.1913: »Was mich betrifft, so verlasse ich morgen diesen Ort mit unbekanntem Ziel.« Da befand er sich auf mexikanischem Boden und begleitete die Truppen des Revolutionsführers Pancho Villa. Vermutlich ist er in Gefechten ums Leben gekommen. Auch wird ein Selbstmord nicht ausgeschlossen, schrieb Bierce doch unter dem Titel Taking Oneself Off eine Apologie darauf.

Unstrittig ist, daß Ambrose Bierce. 1842 in einer landwirtschaftlichen Ansiedlung in Ohio (Horse Cave Creek) als zehntes von dreizehn Kindern geboren wurde, (deren Vornamen alle mit A anfingen). Trotz der reichhaltigen Bibliothek seines Vaters, die er bereits im Alter von 10 konsultierte, setzte er sich mit 15 von seiner Familie ab, da ihm deren strenge Religiosität mißfiel, und wurde früh journalistisch tätig. Auf Seiten der Union nahm er am amerikanischen Bürgerkrieg teil, diese Erfahrungen schlugen sich in Erzählungen nieder. Er übte sich in die Kunst des Verschwindens ein, als er die Mysterious Disappearances schrieb, Geschichten, die ein wenig an Edgar Allen Poe erinnern. Berühmt wurde er durch das ketzerische Wörterbuch des Teufels, doch literarisch am bedeutsamsten ist seine Erzählung »Ein Vorfall an der Owl-Creek-Brücke «.

Wir stellen hier vier noch nicht auf Deutsch erschienene Texte vor, die den spöttischen, sarkastischen bis zum Makaberen gehenden Bierce zeigen, der auf verwirrende und anregende Weise sein Faible für Technologien mit Fortschrittszweifeln verknüpft.

Ambrose Bierce

Die Luftspiegelung

Aus dem Amerikanischen übersetzt und herausgegeben von Rainer G. Schmidt. Einband: Horst Hussel.

32 S. / fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-932109-78-2

10,00 €

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