Pratt-G.H.Ambrose: Menura - Prächtiger Vogel Leierschwanz

Von einem zauberhaften Buch, das er kürzlich entdeckt habe, spricht Elias Canetti in seiner Autobiographie und erzählt, wie er »die Geschichte von einer Frau, die in der Wildnis mit einem Leierschwanz Freundschaft schloß« der damals unglücklichen Iris Murdoch schenkte. »Aus dem Trauerantlitz war ein Gesicht des Glücks geworden, von leichter Verwunderung übermalt, über dieses Buch.«

Der Leierschwanz gehört zu den Sperlingsvögeln und lebt in den Bergwäldern Südostaustraliens. Mit seinem farnähnlichen graubraunen Gefieder, das über fünfzig Zentimeter lang sein kann, ist er nicht nur schön – er hat vor allem eine ungewöhnlich vielseitige Stimme. Er kann Geräusche nachahmen – nicht nur die von Vögeln, er kann auch menschliche Stimmen, Maschinen oder Musikinstrumente imitieren und tanzt zu seiner eigenen Musik. Der Australier Ambrose Goddard Hesketh Pratt erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Vogel und der verwitweten Mrs. Wilkinson, einer Gartenbaukünstlerin, die im Urwald lebt und dort die Tiere schützt. Diese Begegnung regt ihn an, in fünf Kapiteln alles zusammenzutragen, was er über den Vogel finden konnte.

»Es ist unmöglich, einen Leierschwanz singen zu hören und, während seines Gesangs, daran zu denken, dass es auch traurige Dinge auf der Welt gibt.« (Ambrose G. H. Pratt)

 

Herausgegeben und übersetzt von Rainer G. Schmidt.

Umschlag-Entwurf: Horst Hussel.

Pratt-G.H.Ambrose: Menura – Prächtiger Vogel

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